Zitronen Shortbread mit Grapefruit Curd

Das Thermometer zeigt 28°C und die Luft im lieben Rheintal ist zum Schneiden dick. Das verlangt nach etwas Erfrischendem: Zitronen Shortbread mit Grapefruit Curd. Die Idee stammt aus Winnie Abramson’s Blog Healthy Green Kitchen. Ich habe die Zutaten etwas verändert, weil ich für die Curd nicht so viele Eier verwenden und eine von der Textur des rohen Teigs geschmeidigere Masse, die vor dem Backen besser zu schneiden ist und nicht bröckelt, erreichen wollte.
Das Shortbread hebt man am besten in einer verschließbaren Dose für max. 1 Woche (wegen der Eier in der Curd)  auf. Besonders gut schmeckt es, wenn man das Shortbread im Sommer im Kühlschrank lagert und gekühlt genießt…

Auch wenn ich keines ihrer Kochbücher besitze (aber was nicht ist, kann ja noch werden) und der Film mich nicht überzeugt hat: Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag, Julia Child.
Fun Fact: In den 1950er Jahren wohnte Julia Child mit ihrem Mann, der berufsbedingt dorthin versetzt wurde, in der amerikanischen Siedlung in Bonn-Plittersdorf… It’s a small world, isn’t it?

Zitronen Shortbread mit Grapefruit Curd

Zutaten:

Shortbread:
400g Mehl
255g Butter/Margarine
145g Zucker
Schale 1 unbehandelten Zitrone
1 Prise Meersalz
Zucker zum Dippen

Curd:
150 ml Grapefruitsaft
140g Zucker
1 EL Butter/Margarine
Schale 1 unbehandelten Zitrone
3 Eier

Zubereitung:

1. Für das Shortbread die weiche Butter und den Zucker schaumig rühren, Zitronenschale und Meersalz dazu geben und nach und nach mit dem Mehl zu einem Teig verkneten.

2. Den Teig in 2 Stücke aufteilen und zu Rollen beliebiger Größe formen. Die Rollen in Folie wickeln und über Nacht im Kühlschrank oder für 1-2 Stunden im Gefrierfach lagern. Der Teig ist sehr weich – je kälter und damit fester er ist, desto besser lässt er sich nachher schneiden. Er sollte nur nicht ganz gefroren sein, da er sonst auseinander bricht.

3. Für die Curd den Grapefruitsaft, den Zucker, die Butter/Margarine und die Zitronenschale unter Rühren mit einem Schneebesen in einem Topf erhitzen, bis die Masse leicht köchelt. Den Topf von der Platte nehmen und diese auf niedrigste Stufe runter drehen.

4. Die drei Eier verquirlen und mit dem Schneebesen in die Saft-Zitronen-Masse einrühren. Die Masse sollte nun eindicken. Wenn alles gut vermischt ist, den Topf für ca. 10 Minuten unter gelegentlichem Rühren auf die warme Herdplatte stellen. Die Masse sollte nicht zu heiß werden, da das Ei sonst gerinnt und die Curd nicht fest wird.

5. Nach 10 Minuten den Topf vom Herd nehmen, die Masse abkühlen lassen und in ein Einmachglas füllen (das Einmachglas sollte gut gereinigt und durch “Backen” im Ofen bei 100 Grad für ca. 5 Minuten sterilisiert werden). Was von der Curd übrig bleibt, hält sich 1-2 Wochen im Kühlschrank und schmeckt gut als Brotaufstrich oder zu Kuchen.

6. Den Backofen auf 160°C (Umluft) vorheizen.

7. Den Shortbreadteig aus dem Kühlschrank holen (am besten erst eine Rolle und die zweite erst, wenn die erste verbraucht ist, sonst erwärmt sie zu schnell und man kann sie nicht mehr so gut schneiden) und auf einer leicht bemehlten Fläche in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit einer Seite in den Zucker drücken und mit der Zuckerseite nach oben auf ein eingefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

8. Die Kekse im vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten backen.

9. Bevor die Kekse vom Blech genommen werden, sollten sie mindestens 10 Minuten abkühlen und fest werden, da sie sonst leicht zerfallen.

10. Je einen abgekühlten Keks auf der nicht gezuckerten Seite mit der Grapefruit Curd bestreichen und einen zweiten Keks mit der nicht gezuckerten Seite darauf setzen, so dass eine Art Sandwich entsteht.

Shortbread mit Rosmarin und Parmesan schmeckt sicher auch lecker…

Gebührender Abschluss für diesen heißen Sommertag (heute 21:00 im King Georg):

Memoryhouse – Bonfire from Jamie Harley on Vimeo.

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